St. Matthäus-Kirche in Coburg Neuses

Adresse: Friedrich-Rückert-Str. 5, 96450 Coburg

Zum Gemeindegebiet gehören neben Neuses auch die Coburger Ortsteile Beiersdorf, Bertelsdorf und Glend. Am Ortsrand Richtung Goldbergsee liegt unser gemeindeeigener, parkartiger Friedhof mit der Engelskapelle. In der Schlosskirche auf dem Callenberg feiern wir mehrmals im Jahr Gottesdienst. 

Von der Veste kommend über St. Matthäus führt der Lutherweg weiter zum Callenberg.

Die Kirche St. Matthäus wurde 1412 erstmalig erwähnt. Nach der Reformation im Coburger Land wurdes Neuses 1535 eine selbstständige Pfarrei.

1728 wurde um den heutigen Kirchhof eine neue Kirchenmauer gebaut. Der im Jahr 1775 sanierte Kirchturm ist verschiefert und hat schmale Fensterschlitze.

Die St. Matthäuskirche Neuses verfügt in ihrem Turm über 3 Glocken: 

- Die bronzene Totenglocke(1) erklingt auf dem Ton g‘ vor jeder Trauerfeier alleine. Sie wurde 1954 von der Firma Gebr. Rincker gegossen und trägt neben der Lutherrose die Aufschrift: „Zwei Weltkriegen geopfert zum dritten Mal erneuert ruf ich wie ehedem: ein feste Burg ist unser Gott.“

-Die Vaterunserglocke (2) (im Bild) mit dem Relief von Maria mit dem Kind und dem Erzengel Michael mit dem Drachen stammt vermutlich aus dem Jahr 1510. Sie trägt die Aufschrift: MARIA VIRGO VIRGINUM INTERCEDE PRO NOBIS AD DOMINUM (Maria, Jungfrau der Jungfrauen, tritt für uns beim Herrn ein). Sie ist auf dem Ton b‘ gestimmt. 

-Die Taufglocke(3) ertönt auf c‘‘. Sie wurde 1954 von der Firma Gebr. Rincker gegossen und trägt neben der Taube für den Heiligen Geist die Aufschrift: „Christ unser Herr zum Jordan kam von St. Johann die Taufe nahm“. 

2023 wurde das Elektronik im Glockenturm, sowie die Läutwerksteuerung erneuert. 

Um 1617/18 wurde das "Barhaus" (zur Aufbewahrung der Verstorbenen) im heutigen Kirchhof errichtet. 1884 wurde dieses durch ein neues "Bahrhaus" - eine viersäulige Laube mit Pyramidendach - welches heute noch dort steht, ersetzt.

Von 1784 - 1786 wurde das Kirchenschiff erhöht, neue Fenster eingesetzt, sowie die Kanzel am südlichen Triumphbogenpfeiler angeordnet. Außerdem wurde die Kirche mit neuen Kirchenbänken ausgestattet.

Im Rahmen einer Renovierung wurde 1964/65 der Chorbogen abgemauert und die Kanzel über dem nach vorne gesetzten Altar neu angeordnet. Der ehemalige Chorraum wird heute als Sakristei genutzt.

Die erste Orgel wurde um 1682 errichtet. 1835 baute G. Chr. Hofmann aus Neustadt a.d. Heide eine neue Orgel ein. Diese wurde 1927 durch ein neues Orgelwerk der Fa. Dietmann aus Lichtefels ersetzt. Die heutige Orgel stammt von 1980. 2023 wurde die Orgel komplett gereinigt und saniert. 

Der heutige Taufstein stammt aus dem Jahr 1924, geschaffen vom Beiersdorfer Bildhauer Gustav Schmidt.

Rückertgrab Neuses
Bildrechte Ramona Kaiser

Im Kirchhof, welcher bis 1873 als Friedhof diente, befindet sich das Grab des berühmten Dichters und Orientalisten Friedrich Rückert (*1788 in Schweinfurt - †1866 in Coburg) und dessen Frau Luise. Familie Rückert lies das Grab unter der Rückerteiche im Jahr 2025 sanieren. Die Grabsteine wurden, um den Baum zu schützen etwas nach Vorne versetzt. 

Kirchturm St. Matthäus
Bildrechte Ramona Kaiser

Im Jahr 2023 bekam unser Glockenturm durch die Turmuhr- und Glockenbaufirma Willing aus Ohrdurf zwei neue Zifferblätter, ein neues Läut- und Uhrwerk. Außerdem wurde die Elektroinstallation und der Schaltkasten durch die Firma Elektrobau Coburg erneuert. Seit 2025 verfügt unsere Kirche über einen Glasfaseranschluss und eine neue Fensterheizung. Die Fußbodensteckdosen wurden 2026 erneuert.